Information über die wichtigsten Begriffe der WSCHV
Wärme
Wärme ist physikalisch gesehen eine Energieform.
Für die Wärmemenge gilt die Einheit J (Joule) bzw. Ws (Watt Sekunde), wobei 1 J = 1 Ws, z.B. sind ca. 1,16 Wh (entspricht 4,2 kJ) erforderlich, um 1 kg Wasser um 1 K zu erwärmen.

Wärme wird von einem Körper auf einen anderen bzw. über flüssige oder gasförmige Materie übertragen.
Wärmeleitfähigkeit
Wärmeleitfähigkeit ist die Wärmemenge, die in einer Sekunde duch 1 m² einer 1 m dicken Schicht eines Stoffes geleitet wird, wenn der Temperaturunterschied der beiden Oberflächen der Schichten konstant 1 K beträgt.
Jeder Stoff bzw. Baustoff besitzt somit einen eigenen spezifischen Wert, um wärmetechnische Berechungen durchführen zu können. Je nachdem, wie der molekulare Aufbau eines Stoffes ist und wie hoch der Luftporengehalt (Rohdichte) des Stoffes ist, ergibt sich der Wert für die Wärmeleitfähigkeit.
Wärmedurchlaßkoeffizient
Durch die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffs und der vorhandenen Dicke des Baustoffs läßt sich der sogenannte Wärmedurchlaßkoeffizient bestimmen. Der Wärmedurchlaßkoeffizient ist dabei das Verhältnis von Wärmeleitfähigkeit zur Schichtdicke und wird mit Lambda bezeichnet.

Der Wärmedurchlaßkoeffizient ist der Wärmestrom in Wh / h, also der Wärmestrom, der durch 1 m² einer Schicht der Dicke s in m hindurchgelassen wird, wenn der Temperaturunterschied zwischen den Oberflächen 1 K beträgt.
Wärmedurchlaßwiderstand
Da Bauteile meistens aus mehreren Schichten und Baustoffen bestehen, muß man den Wärmeverlust durch die Summe der Widerstände bestimmen, die jeder einzelne Baustoff liefert.

Hierfür wird der Kehrwert des Wärmedurchlaßkoeffizienten gebildet, der sogenannte Wärmedurchlaßwiderstand 1 / Lambda.
Für ein komplettes Bauteil gilt somit folgende Formel:
1/ Lambda = s1/lambda 1 + s2/lambda 2 + s3/lambda 3 + . +sn/ lambda n
Wärmeübergangskoeffizient
Auch Luftschichten leisten einen Beitrag zur Wärmedämmung. Diese Werte sind jedoch schwer zu erfassen, da sie von der Strahlung bzw. Oberflächenfarbe des Stoffes und auch z.B. von der Struktur des Stoffes abhängig sind. Deshalb wurden für die wärmetechnischen Berechnungen einheitliche spezielle Werte festgelegt.

Der Wärmeübergangskoeffizient wird mit alpha bezeichnet, wobei mit alpha i und alpha a der Übergang innen und außen gemeint ist.
Wärmedurchgangskoeffizient und k-Wert
Die Summe der Wärmedurchlaßwiderstände der Baustoffe und der Wärmeübergangswiderstände der Luftschichten ergibt den Wärmedurchgangswiderstand des gesamten Bauteils.

Der Kehrwert des Wärmedurchgangswiderstandes ergibt den Wärmestrom in Wh pro Stunde, der pro m² bei 1 K Temperaturdifferenz ein Bauteil durchquert.

Dieser Wert ist der kennzeichnende Wert für den baulichen Wärmeschutz. Die Bezeichnung für diesen Wärmedurchgangskoeffizienten ist der
k-Wert.